EDU Kanton Bern

« Vieles ändert, die Grundlage bleibt »

40 JAHRE EDU: EINDRÜCKLICHE JUBILÄUMSFEIER IN HUTTWIL

Delegiertenversammlung, Wahlauftakt, ein Volksfest der EDU-Familie und hohe Medienpräsenz: Die Jubilä- umsfeier im «Blumenstädtchen» Huttwil setzte einen vorläufigen Höhepunkt der 40-jährigen Parteigeschichte.

«40 Jahre EDU sind etwas Grosses. Wer hätte damals gedacht, dass die EDU drei Jahre nach der Gründung einen Sitz in einem Kantonsparlament erreicht?», fragte Roland Haldimann, Finanzchef der EDU Schweiz, in seiner Festansprache. «Vieles hat sich verändert, die Grundlage der Bibel bleibt. Auch wenn wir als Fundis hingestellt werden, gibt es keinen Grund, von unserer Grundlage abzurücken.» Diese Überzeugung kam auch in den Statements vieler anderer EDU-Exponenten zum Ausdruck. Und fand Beachtung: «Das war eine der harmonischsten Veranstaltungen, die ich je erlebt habe», äusserte sich ein Medienschaffender gegenüber EDU-Präsident Hans Moser.

Harmonische Delegiertenversammlung

«Wir sind keine Kirche, sondern eine christliche Organisation, die Politik machen will», betonte Pfarrer Lukas Michel (Basel) in seiner Betrachtung über Richter 7. «Gideon soll mit möglichst wenigen Soldaten in den Kampf ziehen. Menschen haben andere Vorstellungen, suchen die vorderste Reihe in der ‹Arena›, schalten möglichst viele Inserate …» Die EDU habe nur die sprichwörtlichen 300 Leute zur Verfügung, aber einen grossen Gott.

 

In der Delegiertenversammlung wurden für einmal keine Parolen gefasst. Die Unterstützung aktueller Vorstösse wurde deutlich beschlossen: Konzernverantwortungsinitiative, Fortpflanzungsmedizingesetz (mit eigenem Referendumsbogen) und Kinderadoption durch gleichgeschlechtliche Paare. «Die traditionelle Familie darf andern Partnerschaften mit Kindern nicht gleichgestellt werden», hielt Parteipräsident Hans Moser fest. «Wir sind nicht gegen Menschen, aber gegen die Ausweitung des Ehebegriffs.» Es gehe dabei auch um ein Kindesrecht: das Recht auf Mutter und Vater. Die Initiative «Zersiedelung stoppen» soll nicht unterstützt werden, da das neue Raumplanungsgesetz als gute Lösung betrachtet wird.

 

Jubiläumsfest mit Wahlauftakt

Der Einmarsch der anwesenden Kandidierenden mit Gesang der Nationalhymne gab den Auftakt zum öffentlichen Nachmittagsprogramm. «Zurück nach Bern»: In abwechslungsreichen Kurzansprachen orientierten aktuelle und mögliche zukünftige Mandatsinhaber über ihre Schwerpunkte und Herausforderungen. «Wir brauchen jetzt alle, den Letzten und Hinterletzten!», lautete das Fazit von EDUMitbegründer Werner Scherrer.

 

Der Dokumentarfilm «40 Jahre EDU Schweiz» orientierte über eine inhaltsreiche Parteigeschichte. Das Gelände des «Wollenhofs» Spycher-Handwerk in Schwarzenbach bot vielfältige Möglichkeiten zu Begegnung und Gedankenaustausch. Mit Streichelzoo, Hüpfburg, Kamelreiten und Spielen kam auch der Nachwuchs auf die Rechnung.

 

Inneres Feuer neu entzünden

«Ich wünsche mir, dass das innere Feuer mit dem heutigen Festanlass neu entzündet wird.» Mit diesen Worten wünschte Präsident Hans Moser allen Anwesenden Gottes Segen für die nächsten (40) Jahre. Die Aussage von Roland Haldimann dürfte wegleitend sein: «Wir geben der christlichen Politik einen Namen. Dabei wollen wir unser Bestmögliches geben. So lange ‹besser› möglich ist, ist ‹gut› nicht gut genug.»

 

Thomas Feuz | Standpunkt Nr. 9 - 2015

Eine spannende Geschichte!

 

Jedes Jubiläum gibt Anlass um Rückschau zu halten, Bilanz zu ziehen und in die Zukunft zu blicken.

Die EDU nimmt bereits zum 11. Mal an den nationalen Wahlen teil und kämpft mit 40-jähriger Erfahrung für bewährte Werte.

Wir feiern diesen runden Geburtstag mit einem Festakt am 22. August im Spycherhandwerk Bäch in Huttwil. Die EDU kann auf in der Bibel «gespycherte» (eingelagerte) Werte für Land und Volk zurückgreifen und muss nach 40 Jahren Erfahrung in der Politik das Handwerk nicht neu erfinden.

« Spycher » ...

Seit Beginn der politischen Arbeit der EDU Schweiz hat sich die Partei an den biblischen Werten, welche auf den Zehn Geboten (2. Mose 20) der Bibel beruhen und an den unveränderbaren Werten der freimachenden Botschaft des Evangeliums orientiert. Auf dieser Grundlage haben in den vergangenen 40 Jahren viele kantonale Parlamentarier und auch 4 Nationalräte der EDU festgehalten und politisiert. Viele Sachfragen, politische Entscheide, Vorstösse, Initiativen und Referenden wurden fernab von Zeitgeist und ideologischer Abhängigkeit unterstützt, vorangetrieben und entscheidend beeinflusst. Dabei ging es nicht ohne Kämpfe gegen eine unsägliche Entwicklung ab.

... « Handwerk »

Im gut gefüllten «Spycher» stehen viele Frauen und Männer für den Wahlkampf vom 18. Oktober 2015 bereit. Wir kennen keine Frauenquoten, ist doch das weibliche Geschlecht bei uns gleichberechtigt. Auf das auf gutem Grund angelegte politische «Handwerk» der Eidgenössisch Demokratischen Union wartet eine aufga-benreiche Zukunft. Die transparente Poli-tik der EDU kann in der heutigen postmodernen Zeit als Richtpunkt und Anker für die enorme Ratlosigkeit von Regierungen und Parlamenten wegweisend werden.

Weben, spinnen, filzen

Mit Freude, Dankbarkeit und Zuversicht wollen wir diese 40-Jahrfeier am 22. August in Huttwil begehen. Wir möchten nicht nur in Gedanken verwoben Rück-blick halten, sondern auch Gedanken in die Zukunft «spinnen», denn wir streben zwei Nationalratssitze an. Die EDU steht für eine unverfilzte Politik – lasst uns ein weiteres Kapitel in dieser spannenden Geschichte schreiben!

 

Hans Moser, Präsident EDU Schweiz | EDU-Standpunkt – Juni 2015