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Fortpflanzungsmedizingesetz und Präimplantationsdiagnostik

Referendum gegen die Änderung des Fortpflanzungsmedizingesetzes (FMedG)

Abstimmung am 5. Juni 2016

Abstimmungsresultate

 

Das Schweizer Stimmvolk hat am 14. Juni 2015 der Verfassungsänderung von Art. 119 Abs. 2c zugestimmt. Damit ist die Untersuchung an Embryonen vor deren Einpflanzung in die Gebärmutter (Präimplantationsdiagnostik, PID) grundsätzlich möglich geworden. Viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sagten Ja zur Verfassungsänderung mit der Absicht, in einem weiteren Schritt, nämlich bei der Formulierung des Ausführungsgesetzes, dem «Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG)», die Grenzen ziehen zu können. Dieses Gesetz, das als umstrittensten Punkt auch das sog. Chromosomenscreening (Suche nach Chromosomenstörungen) enthält, steht nun zur Diskussion. Mit dem Referendum kann dieses verfehlte Fortpflanzungsmedizingesetz verhindert werden!

Worum geht es beim revidierten Fortpflanzungsmedizingesetz ?

Die medizinische Technik erlaubt es heute, dass künstlich befruchtete Embryos auf Erbkrankheiten und Krankheiten in den Genen untersucht werden können. Die Untersuchungsmethode heisst «Präimplantationsdiagnostik» (PID).   

Der Bundesrat hat dem Parlament empfohlen, die neue Technologie zuzulassen, aber nur für Paare, die von einer schweren Erbkrankheit betroffen sind. Das wären 50 bis 100 Untersuchungen pro Jahr.

Das Parlament hörte nicht auf den Bundesrat. Es beschloss eine viel zu weit gehende Lösung. Statt sich nur auf schwere Erbkrankheiten zu konzentrieren, könnten nun alle über 6’000 Paare pro Jahr ihre künstlich befruchteten Embryos auf allerlei Kriterien überprüfen lassen und sie bei Nichtgefallen vernichten lassen.

Was können Sie gegen den Wahn vom perfekten Menschen tun?

Die Parteipräsidenten von SP und SVP erklärten in der Arena-Sendung vom 2. Oktober 2015:

«Das Gesetz geht meines Erachtens zu weit!» (Christian Levrat)

«Das Parlament ist etwas übermütig geworden!» (Toni Brunner)

Sagen deshalb auch Sie NEIN zum extremen Fortpflanzungsmedizingesetz:

• Sie sorgen so dafür, dass das Parlament wieder auf den gemässigten Vorschlag des Bundesrates zurückkommt!

• Embryos werden dann nur untersucht, wenn ein Verdacht auf schwere Erbkrankheiten vorliegt!

• Ein Missbrauch der neuen Technologie (PID) sowie der Wahn vom perfekten Menschen werden so verhindert!

Was sind die Folgen des extremen Gesetzes?

Mit dem überrissenen und extremen Vorschlag des Parlamentes, über den wir am 5. Juni abstimmen, können Zehn-tausende von Embryos massenhaft auf Gefallen oder Nichtgefallen getestet werden – unabhängig davon, ob die Gefahr einer schweren Erbkrankheit besteht oder nicht. Die Folgen:

• Zehntausende von Embryos würden nur dazu erzeugt, um nach «lebenswert» oder «nicht lebenswert» eingeteilt zu werden

• Gefällt ein Embryo nicht, könnte er einfach vernichtet oder zu Forschungszwecken verbraucht werden

• Der Wahn vom perfekten Menschen würde damit vom Albtraum zur Realität werden

• Eltern kämen massiv unter Druck, nur noch «perfekte» Kinder auf die Welt zu bringen

Das darf nicht passieren!

Darum NEIN zum Fortpflanzungsmedizingesetz:

• Keine automatische Verwerfung von Zehntausenden von Embryos, nur weil sie einen «Normalitätstest» nicht bestehen

• Keine Untersuchungen von Embryos ohne Verdacht auf schwere Erbkrankheiten

• Keine Qualitätskontrollen an Embryos, die zum Wahn vom perfekten Menschen führen

• Kein extremes Gesetz, wo der Bundesrat doch eine gemässigte Lösung parat hatte

Das Gesetz geht zu weit! Darum: NEIN!

 

Quelle: pid-stoppen.ch

Die Änderungen, kurz erklärt

 

Anwendungsbereiche der PID:

Art. 5a Abs. 1-3

 

Zentrale Änderung ist die Einführung eines neuen Artikels 5a Abs. 1-3 mit dem Titel «Untersuchung des Erbguts von Keimzellen und von Embryonen in vitro und deren Auswahl». Dadurch würde die genetische Suche nach Erbkrankheiten bei erblich belasteten Paaren und nach Chromosomenstörungen von Keimzellen und Embryonen bei allen Paaren möglich. Das heisst: grundsätzlich könnten alle ausserhalb des Mutterleibes erzeugten Embryonen mit allen technisch zur Verfügung stehenden Gentests im Reagenzglas untersucht und selektioniert werden. Mit dieser Untersuchung könnten beispielsweise Embryonen mit dem Down-Syndrom (Trisomie 21) vor der Verpflanzung in den Mutterleib eliminiert werden.

 

Von der Dreier- zur Zwölferregel:

Art. 17 Abs. 1

 

Neu dürften pro Behandlungszyklus zwölf Embryonen entwickelt werden. Im geltenden Gesetz sind es deren drei. Also entstünde eine immense Anzahl überzähliger Embryonen.

 

Zulassung der Konservierung von Embryonen

 

Heute ist das Konservieren von Embryonen verboten (Art. 17 Abs. 3, FMedG). Diese Bestimmung soll aufgehoben werden und die sog. Kryokonservierung - also das Tiefgefrieren von Embryonen - würde damit erlaubt. Welche Schäden am Embryo dadurch entstünden, ist noch unbekannt.    

 

Weitere Einzelheiten zu diesen Argumenten

finden Sie unter fmedg-nein.ch

Das Referendum steht !

EDU Kanton Bern - 11.12.2015

Rund 60'000 Unterschriften gegen das FMedG eingereicht

Das überparteiliche Komitee «NEIN zu diesem Fortpflanzungsmedizingesetz» hat zusammen mit weiteren Komitees rund 60'000 Unterschriften gegen das neue Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG) fristgerecht bei der Bundeskanzlei deponiert.

 

Artikel in livenet.ch

 

 

Präimplantationsdiagnostik, Abstimmung am 14.Juni

Medizinischer Fortschritt oder ethischer Dammbruch?

Nein zur PID

Das Schweizer Stimmvolk hat die Initiative mit 61.9 % Ja- Anteil angenommen.

Im Kanton Bern betrug der Ja- Anteil 57.1 %.

In den Verwaltungskreisen von Thun und des Berner Oberlandes war der Nein- Anteil höher.

Verwaltungskreise Emmental und Oberaargau: um 51 bis 52 % Ja- Anteil

Um 57 % Ja im Verwaltungskreis Seeland

Um 62 bis 63 % Ja- Anteil in den Verwaltungskreisen Biel, Mittelland und Jura Bernois

 

EDU unterstützt Referendum gegen revidiertes FMedG

Lesen Sie die Medienmitteilung der EDU Schweiz!

 

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Informieren Sie sich auf Facebook über Argumente, Entwicklung der Meinungsumfrage zur Abstimmung usw.

 

Am 14. Juni stimmt das Schweizer Volk über die Änderung von Artikel 119 der Bundesverfassung ab. Bundesrat und Parlament wollen darin einen Blanko- Scheck zur massenhaften Herstellung, Selektion und Tiefgefrierung von Embryos festschreiben. Dabei wird im Labor zwischen "lebenswerten" und "nicht lebenswerten" Embryos unterschieden.

 

Darum ein Nein:

  • PID ermöglicht Erbgut- Auslese
  • PID erhöht den Druck auf Behinderte
  • PID macht den Menschen zum Verbrauchsmaterial

NEIN zur Eliminierung aller Down-Syndrom-Kinder

NEIN zur massenweisen Tiefgefrierung von Embryos

NEIN zur Diskriminierung von Behinderten

BITTE sorgt in eurem Umfeld dafür, dass alle Stimmberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen und mithelfen, den Dammbruch bei der PID zu verhindern.